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Große Hamburger Spendenkampagne

von BUDNI und der Loki Schmidt Stiftung

Märchenwanderung

durch die Fischbeker Heide
Sonntag, 28. April
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Blume des Monats

NEU: Jeden Monat stellt die Loki Schmidt Stiftung eine besondere Blume vor. Lernen Sie die kleinen und großen, bekannten und unbekannten Gesichter der Natur kennen.

April 2019

Wechselblättrige Milzkraut; Foto: Kolja O. Dudas, NSG Wohldorfer Wald

Wechselblättriges & Gegenblättriges Milzkraut

Wissenschaftlicher Name
Chrysosplenium alternifolium L.
Chrysosplenium oppositifolium L.

Weitere Namen
Eierkraut (Bern), Goldmilz (Leipzig)

Familie
Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)

Erscheinungsbild
Ab Mitte April begegnen uns an nährstoffreichen, feuchten-nassen, oftmals quelligen Stellen von Erlen- und Eschenwäldern leuchtend neongelbe Fluren unserer beiden Milzkraut-Arten. Zwar sind die Blüten selber auch gelb, der großflächige Aspekt wird von den hellgelben Hochblättern erwirkt. Meist begegnet uns das größere Wechselblättrige Milzkraut, gut erkennbar an einem dreikantigen Stengel. Das kleinere Gegenblättrige Milzkraut ist deutlich seltener und gedeiht nur auf kalkarmen Standorten der oben genannten Lebensräume. Seine Stengel sind vielkantig. Die Blüten sind Scheibennektarblüten und werden von Fliegen und Käfern bestäubt. Faszinierend ist die Samenausbreitung als ‚Regenballiste‘. In offenen Bechern liegen die Samen und warten darauf, von aufprallenden Regentropfen hinausgeschleudert zu werden. Dadurch garantiert die Art, dass zum Zeitpunkt der Versamung ein gutes Feuchtigkeitsmilieu für die Keimung herrscht.

Gegenblättrige Milzkraut; Foto: Kolja O. Dudas, NSG Wohldorfer Wald

Wuchsform
Ausdauernde, kleine Stauden bzw. Rhizomgeophyt, 5 – selten 20 cm, das Gegenblättrige M. nur bis maximal 15 cm

Lebensraum
Während das Wechselblättrige Milzkraut auf der gesamten Nordhemisphäre verbreitet ist, so findet man das Gegenblättrige M. lediglich im subatlantischen Europa – es erreicht im Osten der Bundesrepublik seine natürliche Verbreitungsgrenze.

Verwendung
Die Arten wurden früher gegen Beschwerden der Milz eingesetzt. Heute wird ihr noch eine blutbildende bzw. blutreinigende Wirkung nachgesagt. Blüten und Blätter sind theoretisch essbar.

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