NDR "Die Natur braucht dich"

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Ab 25. November 2016
bis voraussichtlich 31. Januar 2017 bleibt das Infohaus geschlossen.

Eine Straße zu Ehren Loki Schmidts

Straße in Fischbeker Neubaugebiet soll nach Loki benannt werde!

Blume des Jahres

Die Blumen des Jahres seit 1980

Mit der Aktion „Blume des Jahres“ macht die Loki Schmidt Stiftung seit 1980 auf gefährdete Pflanzen und ihre Lebensräume aufmerksam. Jährlich gibt sie einen Kalender heraus, in dem sie die Blume des Jahres und ihren Lebensraum in anspruchsvollen Aufnahmen vorstellt.

Blume des Jahres 2017: Der Klatschmohn

Im Beisein der Bundesumweltministerin Frau Dr. Barbara Hendricks wurde am 31.10.2016 der Klatschmohn zur Blume des Jahres 2017 ernannt. Die Loki Schmidt Stiftung möchte damit auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam machen und sich für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau einsetzen.

Sobald seine Farbakzente die Landschaften schmücken, beginnt die warme und helle Jahreszeit. Die zwischen Getreidehalmen schimmernden, strahlend roten Blüten des Klatschmohns scheinen uns ein äußerst vertrauter Sommerbegleiter zu sein. Tatsächlich sind seine zarten Blüten auf Äckern gar nicht mehr so häufig zu sehen. Denn zusammen mit vielen anderen Ackerwildpflanzen verschwindet der Klatschmohn allmählich aus seinem Lebensraum – der flächenmäßig zu den wichtigsten Ökosystemen in Deutschland zählt. In den heutzutage sehr intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten. Viele davon können heute als biologisches Erbe unserer Kulturgeschichte angesehen werden, weil sie sich im Laufe der Geschichte an die Landnutzungspraktiken angepasst haben. Durch moderne Technik und Spritzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten viele Ackerwildpflanzen an den Rand des Aussterbens gedrängt. „Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden“, so Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung. Dabei müssen nur 20 Arten als echte Problempflanzen angesehen werden – sie erschweren die Ernte, mischen sich in das Saatgut und enthalten sogar giftige Stoffe.

Die Wildpflanzen unserer Äcker bereichern unsere Kulturlandschaft nicht nur ästhetisch. Durch den Rückgang der Vielfalt im Ackerland sind vor allem auch Bestäuber wie beispielsweise Schmetterlinge und Bienen sehr stark bedroht. Andere Insekten und Spinnen, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und als Refugien nutzen, sind ebenfalls betroffen. Viele dieser Tierarten halten landwirtschaftlich bedeutende Schädlinge wie Blattläuse in Schach. Die Verarmung der Ackerlebensgemeinschaft ist also auch für die Landwirtschaft ein zunehmendes Problem. Der beliebte Klatschmohn steht in diesem Jahr für viele andere bedrohte Ackerwildpflanzen und damit stellvertretend für den Verlust der bunten Vielfalt im Landbau.

Während hoch spezialisierte Ackerwildkräuter wie zum Beispiel die Kornrade (Blume des Jahres 2003) aktuell fast ausgestorben sind, ist der bundesweit noch ungefährdete Klatschmohn ein Überlebenskünstler. Denn er stellt nur wenige Ansprüche an seine Umgebung. Wohl fühlt er sich an hellen, frischen und eher stickstoffreichen Standorten. Diese boten ihm einst unsere Getreideäcker. Doch obwohl der Klatschmohn dort einen starken Rückgang erlitten hat, überlebt er mittlerweile überwiegend auf Ausweichflächen wie zum Beispiel Brachen und Schuttplätzen. Auch in Gärten ist er häufig zu finden.

Unterstützen Sie die bunte Vielfalt auch in ihrem Garten oder auf ihrem Balkon und bestellen Sie eine Samenpostkarte des Klatschmohns oder eine Samenmischung verschiedener Ackerwildblumen bei der Loki Schmidt Stiftung. Zudem stellt ein von der Stiftung herausgegebener Kalender für das Jahr 2017 die Blume des Jahres und ihren Lebensräum vor (Bestellungen gegen eine Spende unter info@loki-schmidt-stiftung.de oder unter www.loki-schmidt-stiftung.de).

Die Loki Schmidt Stiftung kauft, gestaltet und pflegt seit über 30 Jahren Grundstücke für den Naturschutz, damit selten gewordene Pflanzen und auch Tiere dort überleben können. Viele praktische Projekte zum Schutz der Natur in Hamburg und ganz Deutschland haben die Stiftung bekannt gemacht. Mit ihrer Umweltbildung trägt die Stiftung dazu bei, dass möglichst viele Menschen, besonders Kinder und Jugendliche, die Natur kennenlernen und erleben können.

Blume des Jahres 2017
Blume des Jahres 2016: Die Wiesen-Schlüsselblume

Die Loki Schmidt Stiftung hat am 21. Oktober die Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) zur Blume des Jahres 2016 ernannt. Damit soll für den Schutz dieser selten gewordenen Pflanze geworben werden, die in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Die Blume des Jahres steht immer auch stellvertretend für einen bedrohten Lebensraum. Bei der Wiesen-Schlüsselblume sind dies sonnige, eher trockene Wiesen und lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden.
Die satt gelben Blüten schmücken zur Osterzeit in vielen Gegenden Deutschlands Wiesen, Wegränder und Böschungen. Sie gelten als Frühlingsboten. Dennoch wird die Wiesen-Schlüsselblume in vielen Gebieten immer seltener. Die intensive Nutzung von Wiesen und Weiden, die Düngung, und auch der Umbruch von Grünland zu Ackerland führen dazu, dass die Pflanze an vielen Orten nicht mehr zu finden ist. An anderen Stellen wurde die traditionelle Nutzung der Wiesen aufgegeben, so dass Büsche und Bäume dort die lichtliebenden Schlüsselblumen verdrängen. Zwar kann die Blume des Jahres 2016 auch in lichten Wäldern wachsen, aber wenn die Beschattung im Wald zu stark wird, verschwindet sie. „Unsere letzten ungedüngten Wiesen auf trockeneren Böden müssen unbedingt erhalten werden“, so der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung, Axel Jahn.
Die Wiesen-Schlüsselblume ist bundesweit verbreitet. Allerdings sind die von ihr bevorzugten kalkhaltigen Böden im Norden eher selten, im Süden Deutschlands aber vielfach vorhanden. So kommt es, dass die Blume des Jahres 2016 vor allem im Norden Deutschlands in den Roten Listen der Bundesländer als stark gefährdet eingestuft wird. Die Wiesen-Schlüsselblumen werden von zahlreichen Insekten bestäubt, wie z. B. Schmetterlingen, Hummeln, verschiedenen Fliegenarten und vielen anderen.
Mit der Wahl der Wiesen-Schlüsselblume zur Blume des Jahres wirbt die Stiftung für einen schonenden Umgang mit den Lebensräumen dieser Pflanze. Dies sind magere und trockene, halboffene oder offene Landschaften: Wiesen, Magerrasen, Wacholderheiden, lichte Wälder und Gebüsche. Als Schutzmaßnahme sollte dort auf eine Düngung verzichtet und ein Nährstoffeintrag verhindert werden. Wenn die Nutzung einer Fläche eingestellt wird, ist eine regelmäßige Biotoppflege, zum Beispiel durch Beweidung oder Mahd anzustreben, um eine Beschattung durch Gehölze zu verhindern, denn die Schlüsselblume braucht Sonne. Zahlreiche weitere Pflanzen- und Tierarten würden hiervon profitieren.
Die attraktive, mehrjährige Staude erreicht eine Höhe von 20 cm und erfreut uns von März bis Mai mit ihren sattgelben Blüten. Jedes ihrer Blütenblätter trägt ein orangefarbenes Saftmal. Die Blüten stehen zu mehreren eng beieinander an einem Stiel und haben einen angenehmen Duft. Ihre Anordnung erinnert an ein Schlüsselbund, was den Namen der Blume erklärt. Der wissenschaftliche Name Primula (die erste) veris (Frühling) bedeutet in etwa „erste Blume im Frühling“. Die Blume des Jahres 2016 ist daher auch eine beliebte Gartenpflanze. Sie steht bundesweit unter Schutz und darf nicht in der Natur ausgegraben werden. Viele Gärtnereien bieten die Pflanze an. Die Loki Schmidt Stiftung hält Postkarten mit Samentütchen bereit, die kostenlos bestellt werden können.
Ein von der Loki Schmidt Stiftung herausgegebener Kalender für das Jahr 2016 stellt die Wiesen-Schlüsselblume und ihren Lebensraum vor. Der Kalender und die Samen der Blume des Jahres 2016 können unter info@loki-schmidt-stiftung.de oder unter der Telefonnummer 040 243443 bestellt werden.
Mit der Bekanntgabe der Blume des Jahres 2016 am 21. Oktober erinnert die Stiftung an ihre Gründerin Loki Schmidt (1919-2010), die sich viele Jahrzehnte für den Naturschutz in Deutschland eingesetzt und die Aktion „Blume des Jahres“ im Jahr 1980 ins Leben gerufen hat.

Blume des Jahres 2016
Blume des Jahres 2015: Gewöhnlicher Teufelsabbiss (Succisa pratensis)

Feuchtwiesen, Moor- und Heidegebiete, Uferzonen sowie Graben- und Wegränder im Feuchtgrünland sind Lebensräume, in denen der Gewöhnliche Teufelsabbiss vorkommt.

Blume des Jahres 2015
Blume des Jahres 2014: Schwanenblume (Butomus umbellatus)

Flussauen und Marschgebiete sind die Lebensräume, in denen die Schwanenblume am Ufer von Altarmen, Gräben und Teichen vorkommt.

Blume des Jahres 2014
Blume des Jahres 2013: Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Die Krautschicht alter, humus- und kalkhaltiger Eichen- und Buchenwälder sind der Lebensraum des Leberblümchens, das als Zeigerart alter Waldstandorte gilt.

Blume des Jahres 2013
Blume des Jahres 2012: Heidenelke (Dianthus deltoides)

Heidegebiete, trockene Wiesen und Wegränder auf mageren, kalkarmen Sandböden sind Lebensräume der Heidenelke. Die immer intensivere Nutzung solcher Flächen, Nährstoffeinträge, gärtnerische Pflege und Nutzungsaufgabe führten zu ihrem Rückgang.

Blume des Jahres 2012
Blume des Jahres 2011: Moorlilie (Narthecium ossifragum)

Die Moorlilie wächst auf sauren, torfigen Moorböden und braucht ein niederschlagsreiches, mildes Klima. Mit ihrer Wahl zur Blume des Jahres wirbt die Stiftung für den Schutz unserer letzten atlantischen Regenmoore.

Blume des Jahres 2011
Blume des Jahres 2010: Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)

Spät gemähte Wiesen unserer Flussauen sind die Lebensräume der attraktiven Iris sibirica, die in Deutschland überall sehr selten ist. Insbesondere auf die Düngung ihrer Standorte reagiert sie sehr empfindlich.

Blume des Jahres 2010
Blume des Jahres 2009: Wegwarte (Cichorium intybus)

Auch die Wegwarte gehörte früher zu unserer Dorfflora und bevorzugt warme, sonnige, trockene Lehmböden. Diese sogenannte Spontanvegetation ist ein Begleiter des Menschen, die Veränderung unserer Dorf- und Agrarlandschaft führte zu ihrem Rückgang.

Blume des Jahres 2009
Blume des Jahres 2008: Nickende Distel (Carduus nutans)

Die Nickende Distel gehört zur Dorfflora, sie besiedelt Wegränder, Böschungen, Weiden und zum Beispiel beweidete Deiche. Sie gilt als wärme, stickstoff- und kalkliebend. Besonders Versiegelung und fehlgeleitete Ordnungsliebe gefährden die attraktive Art.

Blume des Jahres 2008
Blume des Jahres 2007: Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)

Auch die Bach-Nelkenwurz besiedelt Wiesen, die frisch oder feucht und nährstoffreich sein sollten. Noch immer werden Feuchtwiesen entwässert, gedüngt und umgebrochen. Dies gefährdet auch die Bach-Nelkenwurz.

Blume des Jahres 2007
Blume des Jahres 2006: Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)

Frische bis feuchte, nährstoffreiche Wiesen, Weiden und Rasenflächen sind Lebensraum des Wiesenschaumkrauts. Die Intensivierung der Bewirtschaftung und Unterhaltung führten zu einem Rückgang.

Blume des Jahres 2006
Blume des Jahres 2005: Großer Klappertopf (Rhinanthus angustifolius)

Der Große Klappertopf ist eine Charakterart der wechselfeuchten Wiesen. Mit seiner Wahl zur Blume des Jahres 2005 will die Stiftung für die Pflege und extensive Nutzung unserer Niedermoorgrünländer werben.

Blume des Jahres 2005
Blume des Jahres 2004: Alpenglöckchen (Soldanella alpina)

Unsere Alpen sind die Heimat des Alpenglöckchens, das auf sickerfeuchten, kühlen, basenreichen Bergmatten zu Hause ist. Sein Lebensraum wird zunehmend durch Skitourismus und Freizeitaktivitäten beansprucht.

Blume des Jahres 2004
Blume des Jahres 2003: Kornrade (Agrostemma githago)

Die Kornrade gehörte früher zu unseren Getreidefeldern wie die Kornblume und der Klatschmohn. Die Saatgutreinigung und Pflanzenschutzmittel haben die Kornrade und andere Arten der Ackerunkrautgesellschaften an den Rand des Aussterbens gebracht.

Blume des Jahres 2003
Blume des Jahres 2002: Hainveilchen (Viola riviniana)

Das Hainveilchen kommt in mageren Rasen und an Waldsäumen vor. In Schleswig-Holstein ist es eine typische Pflanze der Knicks, für deren Schutz die Stiftung mit seiner Wahl zur Blume des Jahres werben will.

Blume des Jahres 2002
Blume des Jahres 2001: Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)

Auch diese Blume des Jahres kommt an Waldsäumen vor. In Norddeutschland ist er kaum zu finden. Als beliebte Gartenpflanze verwildert der Blutrote Storchschnabel immer wieder, die Vorkommen sind dann meist unbeständig.

Blume des Jahres 2001
Blume des Jahres 2000: Purpurblauer Steinsame (Lithospermum purpureo-coeruleum)

Der Purpurblaue Steinsame kommt an Waldsäumen, NIederwäldern und Hecken vor. Er ist kalkliebend und fehlt weitgehend in Nordwestdeutschland. Bedroht ist er durch Düngung und zu intensive land- oder forstwirtschaftliche Nutzung.

Blume des Jahres 2000
Blume des Jahres 1999: Sumpfdotterblume (Caltha palustris)

Feuchte Wiesen und Weiden, die Ufer der Gewässer und Röhrichte sind die Lebensräume der Sumpfdotterblume, die einst in unseren Wiesen weit verbreitet war und infolge der Intensivierung oder Nutzungsaufgabe inzwischen bedroht ist.

Blume des Jahres 1999
Blume des Jahres 1998: Krebsschere (Stratiotes aloides)

In den Flachwasserzonen der Gewässer in Norddeutschland findet sich eine inzwischen seltene Schwimmblattgesellschaft, zu der auch die Krebsschere gehört. Die Pflanze reagiert empfindlich auf landwirtschaftliche Einträge und Gewässerunterhaltung.

Blume des Jahres 1998
Blume des Jahres 1997: Silberdistel (Carlina acaulis)

Auch die Silberdistel kommt auf kalkhaltigen Weiden vor, ist aber nur in ihrer Verbreitung auf die Alpen und die Mittelgebirge beschränkt. Gefährdet ist sie, ebenso wie die Küchenschelle, durch Nutzungsaufgabe oder -intensivierung.

Blume des Jahres 1997
Blume des Jahres 1996: Echte Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

Auf kalkhaltigen, eher trockenen Böden wächst die Echte Kuh- oder Küchenschelle, wenn sie extensiv beweidet oder auf andere Art offengehalten werden. Besonders in Norddeutschland ist die Art sehr selten geworden.

Blume des Jahres 1996
Blume des Jahres 1995: Trollblume (Trollius europaeus)

Auch die Trollblume lebt in feuchten Wiesen, wenn diese etwas quellig sind und mineralhaltiges Grundwasser austritt. Auf einer bereits 1979 gekauften Wiese der Stiftung im Westerwald gibt es noch immer ein großes Vorkommen.

Blume des Jahres 1995
Blume des Jahres 1994: Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)

Die zweite Orchidee unter den Blumen des Jahres ist das Breitblättrige Knabenkraut, das vor allem in feuchten Wiesen vorkommt, wo die geschützte Pflanze, wie alle Orchideen, in Symbiose mit einem Pilz lebt.

Blume des Jahres 1994
Blume des Jahres 1993: Schachblume (Fritillaria meleagris)

Feuchte, ein- bis zweischürige Wiesen sind der Lebensraum der Schachblume, gelegentliche Überschwemmungen ihrer Lebensräume verträgt sie gut. Sie ist sehr selten und hat im Hamburger Raum ihren Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland.

Blume des Jahres 1993
Blume des Jahres 1992: Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Auch der Rundblättrige Sonnentau ist ein Bewohner der Hochmoore. Den chronischen Stickstoffmangel dieser Gebiete vermeidet er, indem er mit seinen klebrigen Tentakeln Insekten fängt und aus ihnen seine Nährsalze gewinnt.

Blume des Jahres 1992
Blume des Jahres 1991: Rosmarinheide (Andromeda polifolia)

Saure und nasse Hochmoore sind der Lebensraum der Rosmarinheide. Solche Moorgebiete brauchen lange Zeiträume zu ihrer Entstehung und wurden fast überall in Deutschland durch Torfabbau und Entwässerung zerstört.

Blume des Jahres 1991
Blume des Jahres 1990: Berg-Jasione oder Sandköpfchen (Jasione montana)

Auch das hübsche Sandköpfchen kommt auf Trockenrasen vor, bevorzugt aber kalkfreie, sandige Standorte. Seine Gefährdungsursachen ähneln denen der Karthäuser-Nelke.

Blume des Jahres 1990
Blume des Jahres 1989: Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)

Beweidete Trockenrasen auf Kalk sind die Heimat der Karthäuser-Nelke. Wenn die Beweidung nicht mehr wirtschaftlich ist und unterbleibt oder eine Intensivierung der Nutzung mit Düngung und Mahd erfolgt, verschwindet auch die Blume.

Blume des Jahres 1989
Blume des Jahres 1988: Sumpfcalla (Calla palustris)

In Gräben, an Bracks und Teichen findet man diese exotisch anmutende Pflanze, die sich bei ihr zusagenden Bedingungen zwar schnell vermehrt, die aber auch durch intensive Gewässerräumung bedroht ist.

Blume des Jahres 1988
Blume des Jahres 1987: Stranddistel (Eryngium maritimum)

An den Sandstränden und in Dünen von Nord- und Ostsee war früher die Stranddistel häufig zu finden. Ihre massenhafte Nutzung als Trockenblume sowie der Tourismus führten zu einem starken Rückgang der schönen Pflanzen.

Blume des Jahres 1987
Blume des Jahres 1986: Arnika oder Bergwohlverleih (Arnika montana)

Die einst verbreitete Heilpflanze ist besonders in Norddeutschland selten geworden. Sie bewohnt saure Wiesen und Heiden. Größere Vorkommen gibt es noch in den Mittelgebirgen und den Alpen auf Bergwiesen.

Blume des Jahres 1986
Blume des Jahres 1985: Wald-Akelei (Aquilegia vulgaris)

Die Wald-Akelei wächst in lockeren Eichen- und Buchenmischwäldern auf Kalkboden, an Säumen und auf Waldlichtungen. In Norddeutschland ist sie sehr selten.

Blume des Jahres 1985
Blume des Jahres 1984: Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis)

Vor ca. 6.000 Jahren kam das Sommer-Adonisröschen mit den ersten Ackerbauern nach Deutschland. Noch immer kommt es vor allem in Äckern vor und ist unter anderem durch den Einsatz von Herbiziden stark gefährdet.

Blume des Jahres 1984
Blume des Jahres 1983: Wildtulpe (Tulipa sylvestris)

Die Wild- oder Waldtulpe ist schon so lange bei uns heimisch, dass niemand mehr weiß, wie sie zu uns gelangt ist. Sie gilt als wärmeliebend und kommt in Weinbergen und Äckern vor, aber auch an Deichen und Böschungen.

Blume des Jahres 1983
Blume des Jahres 1982: Rotes Waldvögelein (Cephalanthera rubra)

Die erste Orchidee unter den Blumen des Jahres kommt nur in kalkreichen, alten Wäldern in Süd- und Ostdeutschland vor und ist auch dort überall selten.

Blume des Jahres 1982
Blume des Jahres 1981: Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus)

Die Wildform unserer Gartennarzisse kommt in Deutschland nur in der Eifel und im Hunsrück vor. Eine Narzissenwiese in der Eifel war die erste Fläche, die die Stiftung erwarb. Noch heute wird dort ein Narzissenfest gefeiert.

Blume des Jahres 1981
Blume des Jahres 1980: Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe)

Der Lungenenzian kommt in Mooren und auf mageren Wiesen vor. Loki Schmidt wählte ihn zur ersten Blume des Jahres, weil sein Rückgang sie dazu brachte, sich dem Naturschutz als ihrem Lebensthema zu widmen.

Blume des Jahres 1980
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