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Rede zur Vorstellung der Blume des Jahres 2010 von Loki Schmidt


Meine Damen und Herren,

Loki Schmidt Nachdem die "Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zum Schutze gefährdeter Pflanzen" in den letzten Jahren mit der Nickenden Distel und der Wegwarte Pflanzen einer Pflanzengesellschaft ausgewählt hat, die langsam verschwindet, nämlich der Ruderal- oder dörflichen Unkrautflora, soll es im nächsten Jahr eine Pflanze sein, von der es kaum noch Wildstandorte gibt. Es ist die

Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica).

Trotzdem wird diese Pflanze vielen Menschen vertraut vorkommen. Diese Schwertlilie ist so hübsch anzusehen, dass sie schon lange eine beliebte Zierpflanze in vielen Gärten ist.

Die leuchtend blaue Blüte öffnet sich von Mai bis Juni. Meist sitzen 1 bis 3 Blüten an den runden, hohlen, 70 cm bis 1 m hohen Stengeln. Die zart duftenden Blüten haben 3 herabgeklappte Blütenblätter, die violett geädert sind.
Dazu stehen 3 weitere dunkler blau gefärbte Blütenblätter aufrecht.

Die Kapselfrucht hat eine kleine Spitze und in ihren 3 Fächern viele Samen.


Die Blüten werden von Hummeln bestäubt.
Die schwertförmigen, schilfartigen Laubblätter sind kürzer als der Blütenstiel und nur 2-6 mm breit (Schwertlilie). Sie haben eine leicht bläuliche Farbe.


Blätter und Blütenstengel kommen aus einem dicklichen Wurzelstock, einem Rhizom, an dem man noch Blattreste aus früheren Jahren erkennen kann.


Die Wildform kommt nur auf feuchten Wiesen und Wasserrändern vor. Es gibt aber von dieser reizvollen Pflanze zahlreiche gezüchtete Sorten, die in kahlen, auch auf trockenen Böden wachsen.


Ich hatte vor Jahren in meinem Garten die Schwertlilie um einen rotblättrigen, japanischen Ahorn gepflanzt. Zur Blütezeit der Iris eine schöne Zusammenstellung. Jetzt ist der Ahorn 3 m hoch. In seinem Schatten blühen die Iris nicht mehr, sondern bilden nur viele Blätter.


 


© Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt
Wartung und Pflege HM  *  Letzte Änderung am 22.10.2009